Umweltbewusst leben, Energie sparen, Kosten senken, gesund leben

 

Jedes Jahr, wenn es in Richtung Jahreswechsel geht, machen sich viele Gedanken über das kommende Jahr und legen sich gute Vorsätze fest. So geht es mir auch.

Ich bin eigentlich kein Moralapostel, aber je mehr man sich mit den aktuellen Umweltproblemen beschäftigt, desto mehr macht man sich auch Gedanken über den eigenen Lebenswandel. Wir leben nicht verschwenderisch, aber einiges kann man doch noch optimieren.

Weihnachten 2015:

Wir haben 14 Grad und Sonnenschein. Klimawandel oder Zufall? Ich weiß es nicht.

Wir packen die Geschenke aus: ein riesiger Berg an Papier, Geschenkbänder und Plastikverpackung bleibt. Ein großes Geschenkpaket, bringt nach 5 (!) einzelnen Verpackungsschichten ein kleines Fläschchen Parfüm hervor. Ist das nötig in einer Welt, die nicht weiß, wohin mit dem ganzen Müll?

Bei den Lebensmitteln sieht es auch nicht anders aus: jedes einzelne Schokofigürchen ist einzeln verpackt. Auch das Zubereiten des Weihnachtsessens ist mit einem riesigen Haufen Plastikmüll verbunden, der nun auf die Müllabfuhr wartet. Klar, dass es nicht ganz ohne Verpackung geht, aber Vieles ist einfach nur unnötig und soll nur das Produkt größer erscheinen lassen: bestes Beispiel die Chipstüte, die meist nur zur Hälfte gefüllt ist.

Apropos Weihnachtsessen:

Die Klassiker sind Weihnachtsgänse, Roastbeef, Hirschragout, Filet, Karpfen, Lachs und Co. Dazu reichlich Beilagen, Soßen, Gemüse und weitere Leckereien. Als Nachtisch dann eine leckere Creme mit exotischen Früchten…schließlich soll es Weihnachten was besonderes sein.

Nach zwei Familienfeiern mit reichlich Essen sind wir nun um gefühlte 5kg dicker. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass vor allem rotes Fleisch und Milchprodukte der Umwelt am Meisten schaden. Fast 50% der, durch Lebensmittel verursachten Emissionen, werden dadurch verursacht. Abgesehen davon, dass übermäßiger Fleischkonsum auch der Gesundheit schadet. Wir sind zwar Vegetarier, haben aber nie den Moralapostel gespielt, weil letztendlich jeder selbst entscheiden muss, wie er lebt und was er isst.

Auch durch regionale Produkte kann man seinen Beitrag zur Umwelt leisten: wir versuchen besonders beim Gemüse in der Winterzeit (wenn wir im eigenen Garten nichts mehr ernten können), darauf zu achten, dass wir regionales Gemüse kaufen: vor allem viel Kohl und Wintergemüse. Klar greifen wir auch mal bei Bananen und Tomaten zu…man muss ja nicht auf alles verzichten, aber wenn man hier ein wenig bewusster einkauft, ist es schon mal ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Umweltbewusst leben kann sogar viel Geld sparen:

Zum Beispiel beim Wasserverbrauch. Wir sind es gewohnt, immer und überall Zugang zu frischem Wasser zu haben. Aber das ist nicht selbstverständlich. Auch Wasserressourcen sind begrenzt. Mit kleinen Tricks kann man hier viel Geld sparen und Wasserverschwendung vermeiden:

– Bei der Toilettenspülung: die Spartaste spart  pro Spülgang mehrere Liter Wasser

– beim Wäschewaschen und Geschirrspülen: Maschine immer gut voll packen

– beim Blumen gießen: Regenwasser auffangen (wir haben eine 1000 Liter Zisterne im Garten)

– Beim Duschen: kurzes Duschen spart ein Menge Wasser im Vergleich zum Vollbad

..um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

Auch  beim Energieverbrauch kann man viel sparen:

– Sparlampen verwenden

– Standby Modus vermeiden

– Mehrfachsteckdosen ausschalten, bei Abwesenheit

-Wasserkocher verwenden

-Kochen mit Deckel spart Strom

-richtiges Heizen mit Thermostaten

– auf Energieeffizienz achten

– Wäsche aufhängen, anstatt den Trockner anwerfen

…die Liste lässt sich fortführen.

In wenigen Tagen ist Silvester und in den Läden wird für diverse Feuerwerkskörper geworben. Unmengen an Geld wird in etwas investiert, das eine enorme Belastung für die Umwelt bedeutet. Bis ins Frühjahr hinein findet man noch die Überbleibsel der Knaller, Raketen und Feuerwerke in der Natur wieder. Ganz abgesehen von der Verschmutzung, die bei der Produktion und Verwendung entsteht. Alles für ein paar Minuten Spaß. Wir kaufen seit Jahren keine Feuerwerkskörper, zum einen, weil uns das Geld zu schade dafür ist, zum anderen wegen der sinnlosen Verschmutzung.

Man könnte einen Roman schreiben und diverse Studien als Belege liefern, wenn man alle Punkte aufzählen möchte. Das ist aber nicht mein Ziel. Jedem ist es selbst überlassen, wie und in welchem Maß er bereit ist, einen Beitrag zum umweltbewussten Leben zu leisten. Der erste Schritt fängt mit dem Reflektieren über die eigene Lebensweise an.

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