Wie funktioniert Selbstversorgung?

Das Wichtigste ist eigentlich die Planung, ein guter Boden und natürlich eine sonnige Lage es Gartens!

 Gemüsebeet

Damit der Boden durch den ständigen Anbau von Gemüse nicht auslaugt, versorgen wir in regelmäßig mit Nährstoffen. Wir benutzen ausschließlich natürlichen Dünger für unser Biogärtchen. Im Frühjahr düngen wir die Obstbäume mit Hornspänen, die Beerensträucher mit organischem Beerendünger und das Gemüsebeet mit Rinderdung und Kompost. Das ist die beste Voraussetzung für einen guten Start.

Während der Wachstumphase bekommt das Gemüse immer wieder selbstangesetzte Brennesseljauche. Besonders Kohlpflanzen, Tomaten und Kürbisgewächse freuen sich darüber.

Die Erde halten wir immer frei von Steinchen und Unkraut, die den Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen könnten. Wir haben das Glück, dass den ganzen Tag über die Sonne auf unseren Garten scheint und die Pflanzen genug Licht abbekommen.

Nun zur Planung. Unser Garten von 300 Quadratmetern (mit Wiese) reicht dicke aus, um zwei Personen den Sommer über mit Gemüse zu versorgen. Nicht selten hatten wir sogar Überschuss und haben viel verschenkt oder eingekocht.

Ich plane immer so, dass wir die Gartensaison gut ausnutzen. Also frühes Gemüse anbauen, dass dann nach der Ernte durch mittelfrühes abgewechselt wird und an Wintergemüse wird auch gedacht. So hat man ständig was zum Ernten und das Beet muss nicht leer stehen.

Als frühes Gemüse wähle ich immer Spinat! Der wächst schnell, ist nicht besonders kälteempfindlich und schmeckt super lecker.

Spinat wird gewaschen

Achja, und natürlich Salat! Der schmeckt besonders gut aus dem eigenem Garten.

Viel Ertrag bringen Bohnen und Zuchinis, also ideal um viele Leute satt zubekommen.

Auch Zuckermais ist optimal zum Grillen im Garten.

007Als Wintergemüse eignen sich Kohlsorten und Schwarzwurzeln, da hat man auch außerhalb des Sommers was zu ernten.

SchwarzwurzelernteWie man sieht, sind dem Anbau kaum Grenzen gesetzt. Man sollte jedoch auf den Fruchtwechsel achten und nicht alle Pflanzen vertragen sich miteinander. Also vorher gut informieren, was man nebeneinader anbauen kann. Ein guter Nachbar sind zum Beispiel Möhren und Zwiebeln.

Ich nutze das Fühjahr und stelle mir einen genauen Plan zusammen, wo was ausgesät wird. So kann man den Fruchtwechsel gut berücksichtigen und sich den Plan vom letzten Jahr zur Hilfe nehmen.

Bei den Bäumen und Sträuchern muss man an einen Rückschnitt denken, um einen guten Ertrag zu sichern. Besonders Beeren aus dem eigenem Garten bieten sich an, da sie im Laden verhältnismäßig teuer sind und frisch natürlich viel besser schmecken.

Wir haben sehr viele Beerensorten bei uns: Johannisbeeren (rot, schwarz, weiß), Erdbeeren, Heidelbeeren, Cranberries, Stachelbeeren (grün und rot), Himbeeren, Brombeeren und asiatische Himbeeren.

 rote JohannisbeerenIm Sommer hat man also immer was zum Naschen da!

Reicht das alles, um sich selbst versorgen zu können? Im Mai haben wir sehr viel Spinat und Salat essen können, aber für eine komplette Selbstversorgung hat es noch nicht gereicht. Kräuter können wir das ganze Jahr über ernten.

Ab Juni/Juli haben wir gar kein Gemüse mehr kaufen müssen. Erbsen, Zuchinis, Bohnen, Salat, Brokkoli, Kohl, Tomaten, Paprika…..hatten wir reichlich. Auch im Herbst waren wir noch versorgt, da gab es immer noch Tomaten, Kürbis und Kohl! Wir haben auch viel eingefroren, wie zum Beispiel Erbsen, Zuchinisuppe und Kürbissuppe. So kann man sich auch im Winter an der eigenen Ernte erfreuen. Marmelade und Ketchup haben wir sogar immer noch da.

Wer den Anbau also geschickt plant und die Ernte gut weiterverarbeitet hat eine gute Chance sich selbst mit Gemüse und Obst versorgen zu können. Ein bischen Glück gehört natürlich auch mit dazu 😉

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